📋 15+ kostenlose Tools für Arbeitnehmer

Arbeit & Kündigung

Kündigung erhalten oder geplant? Hier finden Sie alle Tools, die Sie brauchen: Von der Fristenberechnung über die Abfindung bis zum Arbeitslosengeld – komplett kostenlos und aktuell für 2026.

3-Wochen-Frist für Kündigungsschutzklage

Nach Zugang der Kündigung haben Sie exakt 21 Tage Zeit für eine Klage – sonst verfällt Ihr Recht!

-- Tage verbleibend
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2026 Aktueller Rechtsstand
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§622 BGB Konform

Erste Schritte nach Kündigung

Diagnose-Tools & Fristen-Checks – handeln Sie jetzt!

🚨 Die ersten Tage sind entscheidend!

Prüfen Sie sofort die Formgültigkeit der Kündigung, notieren Sie das Zugangsdatum und melden Sie sich arbeitssuchend. Die 3-Wochen-Frist für eine Klage läuft ab dem Tag des Zugangs!

🔍 Schnell-Check: Ist Ihre Kündigung formell gültig?

Klicken Sie auf jeden Punkt: 1× Klick = Ja, erfüllt ✓ · 2× Klick = Nein, nicht erfüllt ✗ · 3× Klick = Zurücksetzen

Schriftform auf Papier Die Kündigung liegt als physisches Dokument vor (kein Fax, keine E-Mail)
Original-Unterschrift Eigenhändige Unterschrift des Kündigenden (keine Kopie, kein Stempel)
Berechtigte Person Unterschrieben von Geschäftsführer, Prokurist oder Person mit Kündigungsvollmacht
Eindeutige Erklärung „Kündigung" ist klar ausgesprochen, nicht nur angedeutet
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Geld & Ansprüche

Abfindung, Restgehalt und Urlaubsabgeltung berechnen

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Schnellrechner: Abfindung nach Faustformel

Grobe Orientierung nach der üblichen Formel: 0,5 Bruttomonatsgehälter × Beschäftigungsjahre

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Orientierungswert für Verhandlungen
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Staatliche Hilfe

Arbeitslosengeld, Sperrzeit und Bürgergeld

⚠️ Wichtig: Arbeitssuchend melden!

Melden Sie sich spätestens 3 Monate vor Ende des Arbeitsverhältnisses arbeitssuchend bei der Agentur für Arbeit. Bei kürzerer Kündigungsfrist: Innerhalb von 3 Tagen nach Erhalt der Kündigung!

Schnell-Check: Droht Ihnen eine Sperrzeit?

Beantworten Sie diese Fragen, um eine erste Einschätzung zu erhalten:

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Recht & Klage

Kündigungsschutzklage, Prozesskostenrechner und Sonderschutz

💡 Tipp: Kostenlose Rechtsberatung

Gewerkschaftsmitglieder erhalten kostenlosen Rechtsschutz. Ohne Mitgliedschaft: Beratungshilfe beim Amtsgericht beantragen (10 €) oder Prozesskostenhilfe für einkommensschwache Personen.

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Spezielle Situationen

Tools für besondere Lebenslagen

Kündigung erhalten? Der komplette Leitfaden für Arbeitnehmer 2026

Eine Kündigung ist für die meisten Arbeitnehmer ein einschneidendes Erlebnis – emotional wie finanziell. Doch wer seine Rechte kennt und strategisch vorgeht, kann die Situation oft zu seinen Gunsten wenden. Auf dieser Seite finden Sie alle Tools und Informationen, die Sie für eine erfolgreiche Bewältigung der Situation benötigen.

Die ersten Tage: Was Sie sofort tun sollten

Nach Erhalt einer Kündigung beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Die wichtigste Frist ist die 3-Wochen-Frist für die Kündigungsschutzklage nach § 4 KSchG. Versäumen Sie diese Frist, gilt die Kündigung als wirksam – auch wenn sie eigentlich anfechtbar gewesen wäre.

  • Tag 1: Zugangsdatum dokumentieren, Formfehler prüfen, 3-Wochen-Frist im Kalender markieren
  • Tag 2-3: Arbeitssuchend melden bei der Agentur für Arbeit (innerhalb von 3 Tagen!)
  • Woche 1: Kündigungsschutz prüfen, Rechtsberatung suchen, Unterlagen sammeln
  • Woche 2-3: Entscheidung über Kündigungsschutzklage oder Verhandlungen

Kündigungsschutz: Gilt das KSchG für Sie?

Das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) bietet Arbeitnehmern einen starken Schutz vor willkürlichen Kündigungen. Es gilt jedoch nur, wenn zwei Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Sie sind länger als 6 Monate ohne Unterbrechung im Betrieb beschäftigt
  • Der Betrieb beschäftigt regelmäßig mehr als 10 Arbeitnehmer (Vollzeitäquivalent)

In Kleinbetrieben unter 10 Mitarbeitern besteht kein allgemeiner Kündigungsschutz. Hier kann der Arbeitgeber ohne Angabe von Gründen kündigen – die Kündigungsfristen müssen aber eingehalten werden.

Abfindung: Anspruch und Verhandlung

Entgegen einer weit verbreiteten Annahme gibt es in Deutschland keinen gesetzlichen Anspruch auf Abfindung. Dennoch werden in der Praxis häufig Abfindungen gezahlt – sei es im Rahmen eines Vergleichs, eines Aufhebungsvertrags oder eines Sozialplans.

Die Faustformel für Abfindungen lautet: 0,5 Bruttomonatsgehälter pro Beschäftigungsjahr. Bei 10 Jahren Betriebszugehörigkeit und 4.000 € Gehalt wären das 20.000 €. In der Praxis kann die Höhe je nach Verhandlungsposition erheblich variieren.

Arbeitslosengeld: Was steht Ihnen zu?

Das Arbeitslosengeld I beträgt in der Regel 60% des letzten Nettogehalts (67% mit Kind). Die Bezugsdauer hängt von Ihrem Alter und der Dauer Ihrer Beschäftigung ab – zwischen 6 und 24 Monaten.

Achtung Sperrzeit: Bei Eigenkündigung oder Aufhebungsvertrag droht eine 12-wöchige Sperrzeit, in der kein Arbeitslosengeld gezahlt wird. Diese kann vermieden werden, wenn Sie nachweisen können, dass andernfalls eine betriebsbedingte Kündigung gedroht hätte.

Besonderer Kündigungsschutz

Bestimmte Personengruppen genießen einen besonderen Kündigungsschutz, der über das KSchG hinausgeht:

  • Schwangere: Absolutes Kündigungsverbot während Schwangerschaft und 4 Monate nach Entbindung
  • Elternzeit: Kündigungsverbot ab Antrag bis Ende der Elternzeit
  • Schwerbehinderte: Zustimmung des Integrationsamtes erforderlich
  • Betriebsrat: Nur außerordentliche Kündigung mit Zustimmung möglich