Kaufnebenkosten-Rechner 2026

Berechnen Sie alle Kaufnebenkosten beim Immobilienerwerb. Mit präziser Notar-Berechnung nach GNotKG, Grunderwerbsteuer-Optimierung, Maklerkosten-Splitter und ESG-Sanierungs-Puffer.

📋 Grunddaten

Geben Sie die wichtigsten Daten zum Immobilienkauf ein.

Bitte geben Sie einen gültigen Kaufpreis ein (mind. 10.000 €).
Bitte wählen Sie eine Immobilienart aus.

⚖️ Notar & Grundbuch

Präzise Berechnung nach GNotKG – inklusive Zusatzleistungen.

Gebühren nach GNotKG

Die Notar- und Grundbuchkosten werden nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) berechnet. Die Gebühren sind gestaffelt und bundesweit einheitlich.

Tipp: Meist 100-120% des Darlehensbetrags

📊 Vorschau Notar- & Grundbuchkosten

Beurkundung Kaufvertrag (2,0-Gebühr)
Vollzug des Kaufvertrags (0,5-Gebühr)
Betreuung (0,5-Gebühr)
Auflassungsvormerkung (0,5-Gebühr)
Notarkosten gesamt
Grundbuch: Eigentumsumschreibung
Grundbuchkosten gesamt
Notar & Grundbuch gesamt

🏛️ Grunderwerbsteuer

Prüfen Sie Steuerbefreiungen und optimieren Sie durch Inventar-Abzug.

Welche Gegenstände sind im Kaufpreis enthalten?

📊 Grunderwerbsteuer-Berechnung

Kaufpreis
Bemessungsgrundlage
Steuersatz ()
Grunderwerbsteuer

🤝 Maklerkosten

Provisionsmodell auswählen – mit Prüfung nach § 656c BGB.

Neue Maklerregelung seit 2020

Bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen gilt: Der Käufer zahlt maximal so viel wie der Verkäufer (§ 656c BGB). Üblich ist eine Teilung von je 3,57% inkl. MwSt.

🌱 Sanierungs-Reserve

Energetische Sanierungskosten als versteckte Kaufnebenkosten einplanen.

EU-Gebäuderichtlinie (EPBD)

Bei Immobilien der Energieklassen G und H sollten Sie mit erhöhten Sanierungskosten rechnen. Obwohl für private Wohngebäude keine EU-Sanierungspflicht besteht, können schlechte Energieklassen den Immobilienwert mindern und zu hohen Heizkosten führen.

✓ Keine akute Sanierungspflicht

Bei guten Energieklassen (A-E) besteht kein unmittelbarer Sanierungszwang. Dennoch können energetische Verbesserungen langfristig sinnvoll sein.

📊 Gesamtübersicht

Ihre vollständige Kaufnebenkosten-Berechnung mit Eigenkapital-Check.

Kaufpreis
Kaufnebenkosten gesamt
– % vom Kaufpreis
Gesamtkosten

📋 Detaillierte Kostenaufstellung

Position Betrag
Kaufpreis
Kaufnebenkosten
   Grunderwerbsteuer ()
   Notarkosten
   Grundbuchkosten
Summe Kaufnebenkosten
GESAMTKOSTEN

💰 Eigenkapital-Check

Banken finanzieren meist nur den Kaufpreis, selten die Nebenkosten. Prüfen Sie, ob Ihr Eigenkapital ausreicht.

💡 Tipps zum Sparen

  • Inventar im Kaufvertrag separat ausweisen (Grunderwerbsteuer-Ersparnis)
  • Maklerkosten verhandeln – die Provision ist verhandelbar
  • Energieklasse vor dem Kauf prüfen (Sanierungskosten einplanen)
  • Notaranderkonto nur bei Bedarf wählen

📄 Ergebnis speichern / drucken

Speichern Sie Ihre vollständige Nebenkostenberechnung als druckbares PDF.

Hinweis: Dieser Rechner dient der unverbindlichen Orientierung. Die tatsächlichen Kosten können je nach individuellem Fall abweichen. Notarkosten werden nach GNotKG berechnet, die Grunderwerbsteuer richtet sich nach dem jeweiligen Landesrecht. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an einen Notar oder Steuerberater. Alle Angaben ohne Gewähr – Stand: März 2026.

Unsere Rechner werden von unserer juristischen Fachredaktion regelmäßig auf Übereinstimmung mit der aktuellen Rechtsprechung geprüft.📅 Stand: März 2026

Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf 2026 – Der vollständige Ratgeber

Der Kauf einer Immobilie ist für die meisten Menschen die größte finanzielle Entscheidung ihres Lebens. Neben dem eigentlichen Kaufpreis fallen jedoch erhebliche Kaufnebenkosten an, die oft unterschätzt werden. Unser Kaufnebenkosten-Rechner 2026 hilft Ihnen, alle Kosten präzise zu kalkulieren – inklusive Notar, Grundbuch, Grunderwerbsteuer, Makler und der neuen ESG-Sanierungs-Reserve.

Was sind Kaufnebenkosten?

Kaufnebenkosten sind alle Kosten, die zusätzlich zum Kaufpreis beim Immobilienerwerb anfallen. Sie betragen typischerweise 10-15% des Kaufpreises und müssen meist aus Eigenkapital finanziert werden, da Banken sie selten in die Finanzierung einbeziehen.

Die wichtigsten Kaufnebenkosten im Überblick

Kostenart Höhe Hinweise
Grunderwerbsteuer 3,5-6,5% Je nach Bundesland unterschiedlich
Notarkosten ca. 1,5% Nach GNotKG gestaffelt
Grundbuchkosten ca. 0,5% Eintragung + ggf. Grundschuld
Maklerkosten 0-3,57% Käuferanteil bei Teilung
Summe 5,5-12% Plus ggf. Sanierungskosten

Grunderwerbsteuer nach Bundesländern 2026

Die Grunderwerbsteuer ist der größte Posten unter den Kaufnebenkosten. Sie variiert erheblich zwischen den Bundesländern:

Bundesland Steuersatz Bei 300.000 € Bei 500.000 €
Bayern3,5%10.500 €17.500 €
Sachsen5,5%16.500 €27.500 €
Baden-Württemberg5,0%15.000 €25.000 €
Berlin, Hessen6,0%18.000 €30.000 €
Brandenburg, NRW, Saarland, Schleswig-Holstein6,5%19.500 €32.500 €

So sparen Sie bei der Grunderwerbsteuer

Es gibt legale Möglichkeiten, die Grunderwerbsteuer zu reduzieren:

Notarkosten nach GNotKG

Die Notarkosten werden nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) berechnet und sind bundesweit einheitlich. Die Gebühren richten sich nach dem Kaufpreis (Geschäftswert) und sind gestaffelt.

Typische Notarleistungen beim Immobilienkauf:

Maklerkosten und das Bestellerprinzip

Seit Dezember 2020 gilt bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen: Der Käufer zahlt maximal so viel wie der Verkäufer. Die übliche Provision beträgt 5,95-7,14% inkl. MwSt., die zu gleichen Teilen aufgeteilt wird. Als Käufer zahlen Sie also maximal 2,975-3,57%.

Energetische Sanierung – mögliche Zusatzkosten

Obwohl die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) keine Sanierungspflicht für private Wohngebäude vorsieht, kann eine energetische Modernisierung sinnvoll sein. Immobilien mit schlechter Energieklasse (F, G, H) können an Wert verlieren und verursachen höhere Heizkosten. Mögliche Sanierungskosten:

Bei einer 120 m² Immobilie der Klasse H können das 36.000-72.000 € werden. Prüfen Sie vor dem Kauf den Energieausweis und kalkulieren Sie eine Reserve ein.

Eigenkapital und Finanzierung

Banken finanzieren 2026 meist nur den reinen Immobilienwert, selten die Nebenkosten. Als Faustregel gilt: Sie sollten mindestens die Kaufnebenkosten plus 10-20% des Kaufpreises als Eigenkapital mitbringen. Bei einem Kaufpreis von 400.000 € und 12% Nebenkosten bedeutet das mindestens 88.000 € Eigenkapital.

Häufig gestellte Fragen

Die Kaufnebenkosten betragen typischerweise 10-15% des Kaufpreises. Sie setzen sich zusammen aus Grunderwerbsteuer (3,5-6,5%), Notarkosten (ca. 1,5%), Grundbuchkosten (ca. 0,5%) und ggf. Maklergebühren (bis 3,57% Käuferanteil). Bei sanierungsbedürftigen Immobilien kommen zusätzlich Sanierungskosten hinzu.
Notarkosten werden nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) berechnet. Die Gebühren sind gestaffelt und richten sich nach dem Kaufpreis. Für die Beurkundung fällt eine 2,0-Gebühr an, für Vollzug und Betreuung je 0,5-Gebühren. Bei einer Finanzierung kommen Kosten für die Grundschuldbestellung hinzu.
Ja, es gibt zwei legale Möglichkeiten: 1) Bewegliches Inventar (Küche, Sauna, Markisen) im Kaufvertrag separat ausweisen – diese Gegenstände unterliegen nicht der Grunderwerbsteuer. 2) Bei Erwerben zwischen Ehepartnern oder in gerader Linie (Eltern↔Kinder) entfällt die Steuer komplett nach § 3 GrEStG.
Seit Dezember 2020 gilt bei Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen: Der Käufer zahlt maximal so viel wie der Verkäufer (§ 656c BGB). Üblich ist eine Teilung der Gesamtprovision (5,95-7,14%) zu gleichen Teilen. Als Käufer zahlen Sie also maximal 2,975-3,57% inkl. MwSt.
Ein Notaranderkonto ist ein Treuhandkonto, über das der Kaufpreis sicher abgewickelt wird. Der Käufer überweist den Kaufpreis an den Notar, der ihn erst an den Verkäufer auszahlt, wenn alle Bedingungen erfüllt sind. Dies bietet zusätzliche Sicherheit, kostet aber ca. 0,5% des Kaufpreises (mind. 500 €).
Die Auflassungsvormerkung ist eine Eintragung im Grundbuch, die Ihren Eigentumsanspruch bis zur endgültigen Umschreibung sichert. Sie schützt Sie davor, dass der Verkäufer die Immobilie zwischenzeitlich an jemand anderen verkauft oder belastet. Die Kosten betragen eine 0,5-Gebühr nach GNotKG.
Die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) sieht keine Sanierungspflicht für private Wohngebäude vor. Allerdings können Immobilien mit schlechter Energieklasse (F, G, H) an Wert verlieren und höhere Betriebskosten verursachen. Eine energetische Sanierung kann den Immobilienwert steigern und Heizkosten senken. Kalkulieren Sie bei älteren Gebäuden daher eine Reserve für mögliche Modernisierungen ein (ca. 150-500 €/m² je nach Maßnahmen).
Als Faustregel sollten Sie mindestens die Kaufnebenkosten (10-15% des Kaufpreises) als Eigenkapital mitbringen, da Banken diese meist nicht mitfinanzieren. Ideal sind 20-30% Eigenkapital vom Gesamtbetrag. Bei einem Kaufpreis von 400.000 € bedeutet das mindestens 48.000-60.000 € für die Nebenkosten.
Nach der notariellen Beurkundung sendet der Notar eine Kopie des Kaufvertrags an das Finanzamt. Dieses stellt einen Grunderwerbsteuerbescheid aus, der innerhalb eines Monats zu zahlen ist. Erst nach Zahlung erhalten Sie die Unbedenklichkeitsbescheinigung, die für die Eigentumsumschreibung im Grundbuch erforderlich ist.
Bei selbstgenutztem Wohneigentum sind die Kaufnebenkosten nicht steuerlich absetzbar. Bei vermieteten Immobilien können die Anschaffungsnebenkosten (Notar, Grundbuch, Grunderwerbsteuer, Makler) zu den Anschaffungskosten hinzugerechnet und über die Abschreibung (AfA) steuerlich geltend gemacht werden.