ElterngeldPlus vs. Basiselterngeld – Was lohnt sich wann?
Die Wahl zwischen Basiselterngeld und ElterngeldPlus ist eine der wichtigsten Entscheidungen für junge Familien. Beide Varianten haben ihre Vorteile – die optimale Wahl hängt von Ihrer individuellen Situation ab.
Basiselterngeld: Die klassische Variante
Das Basiselterngeld ersetzt 65-67% Ihres bisherigen Nettoeinkommens (mindestens 300 €, maximal 1.800 € pro Monat). Es kann für maximal 14 Monate bezogen werden, wobei ein Elternteil höchstens 12 Monate nehmen kann. Die „Partnermonate" ermöglichen es, dass beide Elternteile mindestens 2 Monate Elterngeld beziehen.
Wann lohnt sich Basiselterngeld?
- Sie möchten vollständig aus dem Beruf aussteigen
- Ihr Arbeitgeber bietet keine attraktive Teilzeit-Option
- Sie haben ein hohes Einkommen und profitieren vom vollen Satz
- Sie benötigen kurzfristig ein hohes Einkommen
ElterngeldPlus: Ideal für Teilzeit-Eltern
ElterngeldPlus beträgt die Hälfte des Basiselterngelds (150-900 €), kann aber doppelt so lange bezogen werden. Der Clou: Wenn Sie in Teilzeit arbeiten (max. 32 Stunden/Woche), erhalten Sie sowohl Ihr Gehalt als auch ElterngeldPlus – oft mehr als bei reinem Basiselterngeld!
Wann lohnt sich ElterngeldPlus?
- Sie möchten während der Elternzeit in Teilzeit arbeiten
- Sie wollen einen längeren Bezugszeitraum
- Sie planen den Partnerschaftsbonus zu nutzen
- Ihr Einkommen liegt im mittleren Bereich
Der Partnerschaftsbonus: 2–4 Extra-Monate
Wenn beide Elternteile gleichzeitig zwischen 24 und 32 Stunden pro Woche arbeiten, können sie jeweils 2, 3 oder 4 zusätzliche Monate ElterngeldPlus erhalten. Bei 4 Monaten sind das bis zu 3.600 € extra pro Elternteil!
| Kriterium | Basiselterngeld | ElterngeldPlus |
|---|---|---|
| Höhe | 65-67% vom Netto | 32,5-33,5% vom Netto |
| Minimum/Maximum | 300 – 1.800 € | 150 – 900 € |
| Max. Bezugsdauer | 14 Monate (beide) | 28 Monate (beide) |
| Teilzeit möglich? | Ja, max. 32 Std. | Ja, max. 32 Std. |
| Anrechnung bei Teilzeit | Volle Anrechnung | Günstigere Berechnung |