ETF-Sparplan-Rechner 2026
5-in-1 Tool: Zinseszins mit Kaufkraft-Filter, Altersvorsorgedepot vs. freies Depot, Rentenlücken-Schließer (4-%-Regel), Wartekosten-Quittung und Smart-Entnahmeplan – mit PDF-Export als persönlicher Vorsorgeplan.
📊 5 Rechner in einem Tool: Sparplan-Grundrechner mit Kaufkraft-Filter, Steuer-Vergleich (Abgeltungsteuer vs. Altersvorsorgedepot), Rentenlücken-Schließer, Wartekosten-Quittung und Entnahme-Planer. Stand: März 2026 – Steuerliche Werte nach geltendem Recht
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Detaillierte Auswertung Ihres ETF-Sparplans
⚖️ Alle Berechnungen sind ohne Gewähr und stellen keine Anlageberatung, Steuerberatung oder Rentenberatung dar. Die tatsächliche Wertentwicklung kann erheblich abweichen. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Für eine individuelle Beratung wenden Sie sich an einen zugelassenen Finanzberater oder Steuerberater.
ETF-Sparplan-Rechner 2026: Vermögensaufbau realistisch planen
Ein ETF-Sparplan ist eines der effektivsten Instrumente für den langfristigen Vermögensaufbau. Durch regelmäßige Einzahlungen in breit gestreute Indexfonds profitieren Anleger vom Zinseszinseffekt, dem Cost-Average-Effekt und niedrigen Kosten. Doch wie viel Vermögen baut sich tatsächlich auf? Und wie viel davon bleibt nach Steuern und Inflation wirklich übrig? Unser 5-in-1 ETF-Sparplan-Rechner liefert Antworten – fachlich fundiert und aktuell für 2026.
1. Sparplan-Grundrechner mit Kaufkraft-Filter
Der klassische Sparplanrechner berechnet Ihr Endkapital auf Basis von Sparrate, Anlagedauer und erwarteter Rendite. Der entscheidende Unterschied unseres Tools: Der Kaufkraft-Filter zeigt nicht nur den Nominalwert, sondern auch den inflationsbereinigten Realwert Ihres Depots.
Beispiel: Bei 200 € monatlicher Sparrate und 7 % Rendite p.a. über 30 Jahre ergibt sich ein Endkapital von rund 244.000 € (bei monatlicher Verzinsung). Bei 2 % Inflation entspricht das jedoch nur einer Kaufkraft von ca. 135.000 € in heutigen Preisen. Dieser Unterschied ist für eine realistische Finanzplanung entscheidend.
Zusätzlich lässt sich eine dynamische Sparrate simulieren: Wenn Sie Ihre Sparrate jährlich um z. B. 2–3 % erhöhen (entsprechend typischer Gehaltserhöhungen), wächst Ihr Endkapital deutlich stärker als bei einer konstanten Sparrate.
2. Steuer-Check: Freies ETF-Depot vs. Altersvorsorgedepot (pAV-Reform, ab 2027)
Mit der pAV-Reform (Gesetz zur Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge), deren Kabinettsentwurf im Dezember 2025 beschlossen wurde und die voraussichtlich ab 2027 in Kraft tritt, steht Anlegern ein neues Instrument zur Verfügung: das Altersvorsorgedepot. Es unterscheidet sich grundlegend vom klassischen freien ETF-Depot:
| Merkmal | Freies ETF-Depot | Altersvorsorgedepot (pAV) |
|---|---|---|
| Besteuerung Ansparphase | Abgeltungsteuer + Vorabpauschale | Steuerfrei |
| Besteuerung bei Auszahlung | Nur Gewinne (nach Teilfreistellung) | Volle Auszahlung mit persönlichem Steuersatz |
| Teilfreistellung | 30 % bei Aktien-ETFs | Entfällt |
| Vorabpauschale | Jährlich auf Basiszins | Keine |
| Flexibilität | Jederzeit verfügbar | Frühestens ab 62 oder Renteneintritt |
| Förderung | Keine | Staatliche Zulagen möglich |
Unser Steuer-Check berechnet, ab welchem persönlichen Steuersatz im Alter das Altersvorsorgedepot das freie Depot schlägt – und umgekehrt. Die Antwort hängt maßgeblich von der Anlagedauer, der erwarteten Rendite und dem Steuersatz im Alter ab.
3. Rentenlücken-Schließer: Vom Bedarf zur Sparrate
Die meisten Sparplanrechner fragen: „Wie viel möchtest du sparen?" Unser Rentenlücken-Schließer dreht die Frage um: „Wie viel brauchst du im Alter?" Auf Basis der 4-%-Regel (Safe Withdrawal Rate aus der Trinity-Studie) wird das nötige Zielkapital berechnet und daraus die erforderliche monatliche Sparrate abgeleitet.
Die 4-%-Regel besagt: Wer jährlich 4 % seines Anfangskapitals entnimmt und die Entnahme an die Inflation anpasst, hat historisch betrachtet mit hoher Wahrscheinlichkeit ausreichend Kapital für mindestens 30 Jahre Ruhestand. Daraus ergibt sich:
- Zielkapital = Gewünschte Monatsrente × 12 ÷ Entnahmerate
- Beispiel: 500 € × 12 ÷ 0,04 = 150.000 € benötigtes Kapital
Aus dem Zielkapital berechnet unser Tool dann die notwendige monatliche Sparrate, um dieses Kapital in der verbleibenden Zeit aufzubauen.
4. Die Warterei-Quittung: Was jeder Monat Verzögerung kostet
Prokrastination ist der größte Renditekiller beim Vermögensaufbau. Unser Tool quantifiziert diesen Effekt: Es zeigt exakt, wie viel Endkapital Sie pro Monat und Jahr Verzögerung einbüßen. Der Zinseszinseffekt wirkt exponentiell – deshalb wiegt jeder verpasste Monat am Anfang besonders schwer.
Die Visualisierung als schrumpfende Balken macht den Effekt greifbar: Sie sehen, wie Ihr potentielles Endkapital mit jedem Jahr des Wartens schmilzt.
5. Smart-Entnahme-Planer: Die zweite Hälfte der Wahrheit
Ein Sparplanrechner hört normalerweise beim Renteneintritt auf. Doch die Entnahmephase ist mindestens genauso wichtig: Wie lange reicht Ihr Kapital bei monatlicher Entnahme? Unser Planer simuliert verschiedene Szenarien und berechnet:
- Kapitaldauer: Wie viele Jahre reicht Ihr Depot bei Ihrer gewünschten Entnahme?
- Ewige Rente: Wie viel können Sie monatlich entnehmen, ohne das Kapital jemals aufzuzehren (rein aus dem laufenden Ertrag)?
- Szenarien: Vergleich verschiedener Entnahmebeträge mit und ohne Inflationsanpassung
Steuerliche Behandlung von ETFs in Deutschland (Stand 2026)
Für die korrekte Planung ist die steuerliche Behandlung entscheidend. Für Aktien-ETFs (mindestens 51 % Aktienanteil) gelten folgende Regeln:
| Steuerart | Satz / Regelung |
|---|---|
| Teilfreistellung (Aktien-ETF) | 30 % der Erträge sind steuerfrei |
| Abgeltungsteuer | 25 % auf verbleibende 70 % |
| Solidaritätszuschlag | 5,5 % auf Abgeltungsteuer |
| Effektiver Steuersatz (ohne KiSt) | ca. 18,46 % auf Gewinne |
| Sparer-Pauschbetrag | 1.000 € (Einzelperson) / 2.000 € (Ehepaar) |
| Vorabpauschale (thesaurierend) | Basiszins (2026: 3,20 %) × 0,7 × Fondswert am 1.1., abzgl. Teilfreistellung; gedeckelt auf tatsächliche Wertsteigerung |
Export: „Mein ETF-Vorsorgeplan 2026"
Nach der Berechnung können Sie Ihre Ergebnisse speichern oder als PDF drucken. Der Export enthält alle relevanten Kennzahlen, die verwendeten Annahmen und die Ergebnisse aller aktivierten Module. So haben Sie Ihren persönlichen Vorsorgeplan schwarz auf weiß – zum Ausdrucken, Archivieren oder Besprechen mit Ihrem Finanzberater.
Ihr Report wird vollständig in Ihrem Browser erzeugt – ohne Server-Übertragung oder externe Dienste. Keine Ihrer Finanzdaten verlassen Ihr Gerät.
Wichtige Hinweise zur Interpretation
Unser Rechner arbeitet mit den von Ihnen eingegebenen Annahmen. Bitte beachten Sie:
- Historische Renditen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Die tatsächliche Wertentwicklung kann erheblich von den Annahmen abweichen.
- Die 4-%-Regel basiert auf historischen US-Marktdaten und ist keine Garantie. In manchen Marktphasen kann eine niedrigere Entnahmerate angemessener sein.
- Steuerliche Regelungen können sich ändern. Die dargestellten Werte basieren auf dem Stand März 2026.
- Für eine individuelle Finanzplanung sollten Sie einen zugelassenen Finanzberater oder Steuerberater konsultieren.
Häufige Fragen zum ETF-Sparplan-Rechner
Bei einem ETF-Sparplan investieren Sie regelmäßig einen festen Betrag (z. B. monatlich 200 €) in einen börsengehandelten Indexfonds (ETF). Der ETF bildet einen Index nach, z. B. den MSCI World mit über 1.400 Unternehmen weltweit. Durch den Cost-Average-Effekt kaufen Sie bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger – das glättet den Einstiegskurs über die Zeit. Langfristig profitieren Sie vom Zinseszinseffekt: Ihre Erträge werden reinvestiert und erwirtschaften selbst wieder Erträge.
Eine verbreitete Faustregel lautet: Sparen Sie mindestens 10–15 % Ihres Nettoeinkommens. Die optimale Sparrate hängt jedoch von Ihren individuellen Zielen und Ihrer finanziellen Situation ab. Wichtig: Bauen Sie zunächst einen Notgroschen auf (3–6 Monatsgehälter), bevor Sie in ETFs investieren. Unser Rentenlücken-Schließer (Tab 3) berechnet die Sparrate direkt aus Ihrer gewünschten Zusatzrente – so erfahren Sie genau, wie viel Sie sparen müssen, um Ihre individuelle Lücke zu schließen.
Der Kaufkraft-Filter schützt vor der Illusion hoher Zahlen. Ein Depot von 500.000 € klingt nach viel – aber bei 2 % Inflation pro Jahr über 30 Jahre entspricht das nur noch ca. 276.000 € an heutiger Kaufkraft. Ohne Kaufkraft-Korrektur planen viele Menschen an einem zu niedrigen Sparziel. Unser Rechner zeigt beide Werte (nominal und real) nebeneinander, damit Sie Ihr Sparziel realistisch einschätzen.
Das Altersvorsorgedepot ist ein Kernstück der pAV-Reform (Gesetz zur Reform der steuerlich geförderten privaten Altersvorsorge, Kabinettsentwurf Dezember 2025, geplantes Inkrafttreten ab 1. Januar 2027). In der Ansparphase fallen keine Steuern an – weder Abgeltungsteuer noch Vorabpauschale. Das gesamte Kapital arbeitet steuerfrei für Sie. Bei Auszahlung im Alter wird die gesamte Entnahme mit dem persönlichen Einkommensteuersatz besteuert (nachgelagerte Besteuerung). Ob sich das lohnt, hängt vom Steuersatz im Alter ab: Liegt er unter dem effektiven Steuersatz des freien Depots (ca. 18,46 %), ist das Altersvorsorgedepot im Vorteil. Unser Steuer-Check (Tab 2) berechnet den Break-Even-Steuersatz für Ihre Situation.
Die 4-%-Regel (auch Safe Withdrawal Rate, SWR) stammt aus der Trinity-Studie (1998) und wurde seither vielfach aktualisiert. Sie besagt: Wer jährlich 4 % seines Anfangskapitals entnimmt, hat historisch betrachtet in den meisten 30-Jahres-Zeiträumen genug Kapital gehabt. Wichtige Einschränkungen: Die Studie basiert auf US-Marktdaten. In bestimmten Marktphasen (z. B. lange Bärenmärkte am Anfang der Entnahme) kann eine niedrigere Rate sicherer sein. Konservativere Planungen arbeiten mit 3–3,5 %. Unser Rechner lässt die Entnahmerate frei konfigurieren.
Für Aktien-ETFs (mind. 51 % Aktienanteil) gilt eine Teilfreistellung von 30 %. Das bedeutet: Nur 70 % der Erträge werden besteuert. Auf diese 70 % fällt Abgeltungsteuer (25 %) plus Solidaritätszuschlag (5,5 % auf die Abgeltungsteuer) an. Ohne Kirchensteuer ergibt sich ein effektiver Steuersatz von ca. 18,46 % auf Gewinne. Zudem wird bei thesaurierenden ETFs jährlich eine Vorabpauschale erhoben, die sich nach dem Basiszins der Bundesbank richtet (2026: 3,20 %, Vorjahr: 2,53 %). Der Sparer-Pauschbetrag beträgt 1.000 € pro Person (2.000 € bei Eheleuten) und kann die Steuerlast reduzieren.
Historisch hat ein breit diversifizierter Welt-Aktien-ETF (z. B. MSCI World) langfristig eine durchschnittliche jährliche Rendite von ca. 7–8 % vor Inflation erzielt. Nach Abzug der Inflation (ca. 2 %) bleibt eine reale Rendite von ca. 5–6 %. Wichtig: Dies sind Durchschnittswerte über lange Zeiträume (20+ Jahre). In einzelnen Jahren können die Schwankungen erheblich sein (-40 % bis +30 %). Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
Thesaurierende ETFs reinvestieren Dividenden und Zinserträge automatisch. Das Geld bleibt im Fonds und vergrößert Ihren Anteil. Dies ist steuerlich für Sparpläne oft günstiger, da der Sparer-Pauschbetrag optimal genutzt werden kann und der Zinseszinseffekt maximiert wird. Ausschüttende ETFs zahlen Erträge regelmäßig aus. Dies kann sinnvoll sein, wenn Sie laufende Einnahmen wünschen oder den Sparer-Pauschbetrag durch Ausschüttungen ausschöpfen möchten. Unser Rechner kalkuliert mit thesaurierenden ETFs, da diese für den langfristigen Vermögensaufbau in der Regel vorteilhafter sind.
Die ewige Rente (auch Perpetuität) ist der Betrag, den Sie monatlich entnehmen können, ohne das Kapital jemals zu verbrauchen. Sie leben ausschließlich vom laufenden Ertrag. Die Formel: Ewige Monatsrente = Kapital × (Rendite – Inflation) / 12. Bei 500.000 € Kapital, 5 % Rendite und 2 % Inflation wären das: 500.000 × 0,03 / 12 = 1.250 € monatlich, ohne dass Ihr Kapital schrumpft. Dies ist die konservativste Entnahmestrategie und bietet maximale Sicherheit.
Ja, eindeutig. Viele Broker ermöglichen Sparpläne bereits ab 1 € oder 25 € pro Monat. Der Zinseszinseffekt wirkt unabhängig von der Höhe der Sparrate – er braucht nur Zeit. Beispiel: 50 € monatlich über 30 Jahre bei 7 % Rendite ergeben ca. 61.000 € – bei nur 18.000 € eigenen Einzahlungen. Der Rest (ca. 43.000 €) ist reiner Zinseszinseffekt. Je früher Sie starten, desto mehr Zeit hat der Zinseszins, für Sie zu arbeiten.